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03.05.2008
- → Geschichte
Anno ... 19. Woche
1838, 8. Mai: In London wird mit der »People’s Charter« das erste Programm der englischen Arbeiterbewegung veröffentlicht. In dem Gründungsdokument der Chartistenbewegung werden allgemeines Stimmrecht für Männer, jährliche Parlamente, geheime Abstimmung, Diäten für Parlamentsmitglieder, Abschaffung der Besitzklausel für Abgeordnete und gleiche Wahlbezirke gefordert. Die Charta wird an alle Arbeiter- und radikalen Vereine Großbritanniens gesandt.
1873, 9. Mai/5. Oktober: Eine internationale Wirtschaftskrise mit Kurssturz an der Wiener Börse löst den »Gründerkrach« in Deutschland aus, einen weitgreifenden Zusammenbruch von Börsen-, Aktien- und Spekulationsunternehmen. Am 5.10. führt die Einstellung der Zahlungen durch die Quistorpsche Vereinsbank zu einem Börsensturz in Berlin. Infolge der raschen Bildung von Aktiengesellschaften im Ergebnis der »Gründerjahre« nach 1871 hat die internationale Wirtschaftskrise besonders starke Auswirkungen in Deutschland.
1878, 11./24. Mai: Ein fehlgeschlagener Attentatsversuch des arbeitslosen Klempners Max Hödel auf Kaiser Wilhelm I. (der unverletzt blieb) wird von Reichskanzler Bismarck zum Vorwand genommen, um bereits am nächsten Tag ein Ausnahmegesetz gegen die Sozialdemokratie vorzulegen. Das »Gesetz zur Abwehr sozialdemokratischer Ausschreitungen« wird jedoch am 24. Mai mit 251 zu 57 Stimmen abgelehnt. Ein erneutes Attentat auf den Kaiser am 2.6. nutzt Bismarck dazu, den Reichstag aufzulösen und einen »Vernichtungsfeldzug« gegen die Sozialdemokraten zu inszenieren, denen er geistige Mittäterschaft vorwirft. Am 19. Oktober 1878 wird schließlich ein verschärfter Entwurf eines »Sozialistengesetzes« mit Stimmenmehrheit der konservativen und der meisten nationalliberalen Abgeordneten im deutschen Reichstag verabschiedet.
1918, 5. Mai: Anläßlich des 100. Geburtstags von Karl Marx findet im Wald von Stolpe bei Berlin eine illegale Gedenkkundgebung der neu gebildeten »Freien Jugend Groß-Berlin« statt. Die mehr als 2000 Teilnehmenden werden aufgerufen, den Krieg nach dem Beispiel der russischen Arbeiter, Bauern und Soldaten revolutionär zu beenden.
1953, 9. Mai: Der Parteivorstand der SPD verkündet einen Unvereinbarkeitsbeschluß der Mitgliedschaft in SPD und der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN).
1958, Mai: In China beschließt die Zweite Tagung des VIII. Parteitags der KPCh entsprechend der Vorgabe von Mao Tse-tung den Kurs der »Drei roten Banner«: die Generallinie der Partei, die Politik des »Großen Sprungs nach vorn« und die Bildung der »Volkskommunen«.
1973, 11./25. Mai: Bundestag und Bundesrat billigen gegen die Stimmen der CDU/CSU und des Landes Bayern den »Grundlagenvertrag« mit der DDR.
1873, 9. Mai/5. Oktober: Eine internationale Wirtschaftskrise mit Kurssturz an der Wiener Börse löst den »Gründerkrach« in Deutschland aus, einen weitgreifenden Zusammenbruch von Börsen-, Aktien- und Spekulationsunternehmen. Am 5.10. führt die Einstellung der Zahlungen durch die Quistorpsche Vereinsbank zu einem Börsensturz in Berlin. Infolge der raschen Bildung von Aktiengesellschaften im Ergebnis der »Gründerjahre« nach 1871 hat die internationale Wirtschaftskrise besonders starke Auswirkungen in Deutschland.
1878, 11./24. Mai: Ein fehlgeschlagener Attentatsversuch des arbeitslosen Klempners Max Hödel auf Kaiser Wilhelm I. (der unverletzt blieb) wird von Reichskanzler Bismarck zum Vorwand genommen, um bereits am nächsten Tag ein Ausnahmegesetz gegen die Sozialdemokratie vorzulegen. Das »Gesetz zur Abwehr sozialdemokratischer Ausschreitungen« wird jedoch am 24. Mai mit 251 zu 57 Stimmen abgelehnt. Ein erneutes Attentat auf den Kaiser am 2.6. nutzt Bismarck dazu, den Reichstag aufzulösen und einen »Vernichtungsfeldzug« gegen die Sozialdemokraten zu inszenieren, denen er geistige Mittäterschaft vorwirft. Am 19. Oktober 1878 wird schließlich ein verschärfter Entwurf eines »Sozialistengesetzes« mit Stimmenmehrheit der konservativen und der meisten nationalliberalen Abgeordneten im deutschen Reichstag verabschiedet.
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1918, 5. Mai: Anläßlich des 100. Geburtstags von Karl Marx findet im Wald von Stolpe bei Berlin eine illegale Gedenkkundgebung der neu gebildeten »Freien Jugend Groß-Berlin« statt. Die mehr als 2000 Teilnehmenden werden aufgerufen, den Krieg nach dem Beispiel der russischen Arbeiter, Bauern und Soldaten revolutionär zu beenden.
1953, 9. Mai: Der Parteivorstand der SPD verkündet einen Unvereinbarkeitsbeschluß der Mitgliedschaft in SPD und der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN).
1958, Mai: In China beschließt die Zweite Tagung des VIII. Parteitags der KPCh entsprechend der Vorgabe von Mao Tse-tung den Kurs der »Drei roten Banner«: die Generallinie der Partei, die Politik des »Großen Sprungs nach vorn« und die Bildung der »Volkskommunen«.
1973, 11./25. Mai: Bundestag und Bundesrat billigen gegen die Stimmen der CDU/CSU und des Landes Bayern den »Grundlagenvertrag« mit der DDR.
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Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
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