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21.04.2008
- → Ausland
Germaine Tillion verstorben
Paris. Germaine Tillion ist tot. Die ehemalige Kämpferin der Résistance gegen die Nazi-Okkupanten in Frankreich und Überlebende des KZ Ravensbrück starb am Samstag hundertjährig in ihrem Haus in Saint-Mandé. Ihr Tod sei »ein schwerer Verlust«, sagte Raymond Aubrac, einer der Begründer des französischen Widerstands, am Sonntag.
Die Ethnologin Tillion wurde nach dem deutschen Überfall Kommandantin der groupe du musée de l’Homme, einer Widerstandsgruppe, die sich die Beschaffung von Informationen sowie die Befreiung von Gefangenen zum Ziel gesetzt hatte. Am 13. August 1942 wurde Tillion verhaftet und im Oktober 1943 in das KZ Ravensbrück deportiert, wo insgesamt über 130000 Frauen und 20000 Männer inhaftiert waren. Die Solidarität ihrer Mitgefangenen halfen ihr zu überleben. In einer Kiste versteckt schrieb sie 1944 das Libretto einer »makaber-komischen Operette« (wikipedia): »Verfügbar aux enfers« (Verfügbar in der Hölle). Zehntausende Häftlinge kamen Anfang 1945 noch auf »Todesmärschen« um, bevor die Rote Armee etwa 3000 von den Faschisten zurückgelassene Gefangene am 30. April befreite.
Tillions Beschreibung des Lagerlebens erschien in Deutschland unter dem Titel »Frauenkonzentrationslager Ravensbrück«. Politisch engagierte sie sich für den algerischen Freiheitskampf gegen die französischen Kolonialisten. 2004 engagierte sie sich gegen die Folter im Irak.
(AFP/jW)
Die Ethnologin Tillion wurde nach dem deutschen Überfall Kommandantin der groupe du musée de l’Homme, einer Widerstandsgruppe, die sich die Beschaffung von Informationen sowie die Befreiung von Gefangenen zum Ziel gesetzt hatte. Am 13. August 1942 wurde Tillion verhaftet und im Oktober 1943 in das KZ Ravensbrück deportiert, wo insgesamt über 130000 Frauen und 20000 Männer inhaftiert waren. Die Solidarität ihrer Mitgefangenen halfen ihr zu überleben. In einer Kiste versteckt schrieb sie 1944 das Libretto einer »makaber-komischen Operette« (wikipedia): »Verfügbar aux enfers« (Verfügbar in der Hölle). Zehntausende Häftlinge kamen Anfang 1945 noch auf »Todesmärschen« um, bevor die Rote Armee etwa 3000 von den Faschisten zurückgelassene Gefangene am 30. April befreite.
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Tillions Beschreibung des Lagerlebens erschien in Deutschland unter dem Titel »Frauenkonzentrationslager Ravensbrück«. Politisch engagierte sie sich für den algerischen Freiheitskampf gegen die französischen Kolonialisten. 2004 engagierte sie sich gegen die Folter im Irak.
(AFP/jW)
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