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Spanien: Attentat vor Parlamentswahlen

Madrid. Unmittelbar nach dem Mord an einem ehemaligen Kommunalpolitiker im Baskenland haben die Parteien in Spanien ihren Wahlkampf am Freitag nachmittag abgebrochen. Das teilten Sprecher der Sozialisten und der konservativen Volkspartei mit. Darauf hätten sich die Spitzenkandidaten beider Parteien geeinigt. Ein 42jähriger ehemaliger Stadtrat war in Arrasate (Mondragón) im Baskenland erschossen worden. Spanische Medien, allen voran die führende Tageszeitung El País, machten die baskische Untergrundorganisation ETA für den Angriff verantwortlich. In Spanien wird am Sonntag ein neues Parlament gewählt. Der Wahlkampf sollte ursprünglich am Freitag um Mitternacht enden. Mit der Attacke wuchs die Angst vor neuen Anschlägen wieder. Die letzte Abstimmung vor fünf Jahren war von Terrorangriffen auf Madrider Vorortzüge überschattet. Damals war vorschnell die ETA verantwortlich gemacht worden, was sich später als unwahr herausstellte. (AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 08.03.2008, Seite 1, Ausland

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