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JVA-Bedienstete auf Anklagebank

Potsdam. Vor dem Landgericht Potsdam ist am Freitag der Prozeß gegen 13 Bedienstete der Justizvollzugsanstalt (JVA) Brandenburg/Havel wegen Mißhandlung eines Gefangenen in drei Fällen fortgesetzt worden. Am dritten Prozeßtag wurde das mutmaßliche Opfer Matthias D. zu einem Vorfall vernommen, der sich laut Anklage am Nachmittag des 4. März 1999 in der Zelle des damaligen Strafgefangenen ereignet hat. Laut Anklage hat sich das Opfer an dem Nachmittag nach einem ersten Angriff am Morgen in einem »pathologischen Dämmerzustand« befunden. Der Hauptangeklagte Jens D. und der Angeklagte Frank L. sollen zu dem Opfer in die Zelle gegangen sein und ihn mit einem Schlüsselbund sowie einem Schlagstock traktiert haben.

Am zweiten Prozeßtag hatte Matthias D. Jens D. schwer belastet und Angaben zum ersten Angriff gemacht. So soll sich D. auf seine Brust gekniet und ihn mehrfach geschlagen haben. Die Aussagen hatte der ehemalige Mithäftling Jens L. vor Gericht bestätigt.
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Wie am Freitag durch die Staatsanwaltschaft bekannt wurde, soll der Mitangeklagte Andreas F. vor Prozeßbeginn einen Freigänger der JVA aufgefordert haben, Jens L. von einer Aussage vor Gericht abzuhalten.(ddp/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 08.03.2008, Seite 4, Inland

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