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Gabun will Franzosen ausweisen

Paris/Libreville. Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy stößt mit seiner harten Abschiebepolitik erstmals auf offenen Widerstand bei einem afrikanischen Land. Die Regierung in der ehemaligen französischen Kolonie Gabun zeigte sich nach der Abschiebung von zwei Studenten empört und droht nun Hunderten im Land lebenden Franzosen mit Ausweisung. Die konservative Regierung in Paris, die pro Jahr 25000 illegale Einwanderer abschieben will, versuchte die Wogen am Donnerstag abend zu glätten: Frankreich habe »keinen bösen Willen gegenüber Gabun«, erklärte das Innenministerium. Die Studenten seien in ihre Heimat zurückgeschickt worden, weil sie mit ihrem Studium gescheitert seien. Im westafrikanischen Gabun leben rund 10000 Franzosen. Etwa tausend könnten nach Einschätzung von Fachleuten von der Ausweisung bedroht sein.

(AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 08.03.2008, Seite 7, Ausland

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