-
11.02.2008
- → Inland
1265 wollten Akten sehen, 681 durften
Braunschweig. Die Bürger nutzen ihr neues Recht auf Akteneinsicht beim Bund nur zögerlich. Im vergangenen Jahr gingen bei Bundesministerien und nachgeordneten Behörden 1265 Anträge auf Auskunft und Akteneinsicht nach dem Informationsfreiheitsgesetz ein, berichtete die Braunschweiger Zeitung am Sonntag vorab unter Berufung auf die Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine parlamentarische Anfrage der Grünen. Das waren nur noch etwa halb so viele Anträge wie im Jahr zuvor (2278).
In 681 Fällen wurde im vergangenen Jahr der Informationszugang vollständig und in 128 Fällen teilweise gewährt. 247 Anträge wurden abgelehnt, der Rest ist noch in Bearbeitung. Das Gesetz gilt seit 2006. Bürger müssen demnach ihren Antrag nicht begründen. Es gibt aber zahlreiche Ausnahmen vom Recht auf Akteneinsicht, etwa wenn die internationalen Beziehungen, die Bundeswehr und die Geheimdienste betroffen sind. (ddp/jW)
In 681 Fällen wurde im vergangenen Jahr der Informationszugang vollständig und in 128 Fällen teilweise gewährt. 247 Anträge wurden abgelehnt, der Rest ist noch in Bearbeitung. Das Gesetz gilt seit 2006. Bürger müssen demnach ihren Antrag nicht begründen. Es gibt aber zahlreiche Ausnahmen vom Recht auf Akteneinsicht, etwa wenn die internationalen Beziehungen, die Bundeswehr und die Geheimdienste betroffen sind. (ddp/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Inland