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Leserbrief zum Artikel Corona: Alles dicht machen vom 24.04.2021:

Berechtigte und unberechtigte Kritik

In den satirischen Beiträgen der beteiligten Schauspieler wird – neben einigen faden Beiträgen – Kritik formuliert, die richtig ist und nicht vergessen werden sollte: an den Lügen von Regierung und RKI zur Wirksamkeit von Masken, am Alarmismus, der das Volk in Panik versetzt, bis zur Vergiftung der persönlichen Beriehungen (»Wenn ich jemanden sehe, der keine Maske trägt ...«). Besonders wird die geistige Gleichschaltung (»Ich bin froh, ich muss nicht mehr denken«) angeprangert, die jeden Einwand (und davon gibt es viel wissenschaftlichen) als rechtsgesteuert und pandemieleugnend diffamiert. Damit habt ihr euch nicht auseinandergesetzt, sondern ins Regierungshorn geblasen. Da versuchen Leute, die gewiss keine Revolutionäre, aber auch keine Bekifften sind, auf die Folgen der staatlichen Einschränkungen für Krebskranke, Erziehende und die Kinder etc. hinzuweisen; und was macht ihr mit dieser Kritik? Ihr stellt sie als Auslassungen von Bekifften und Besoffenen dar. Das ist »Kritik« der übelsten Art! Zur Erinnerung daran, wie man selbst Diffamierung erlebt: Wenn die eigene Kritik an Staat und Kapitalismus als »kommunistisch« entlarvt wird, erlebt man sein blaues Wunder: Dann ist man ein Phantast (Bekiffter?) oder Gläubiger einer – leider nicht realisierbaren – Utopie ... wenn man Glück hat.
Rudolf H., Soest
Veröffentlicht in der jungen Welt am 27.04.2021.
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