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Leserbrief zum Artikel Porträt: Shitstorm des Tages: DFB vom 08.09.2020:

Bis einem die Luft wegbleibt

Der 1. FC Köln scheint zu den »schlechten« Schülern im Fußballbetrieb zu gehören: So jedenfalls verstand ich kürzlich die Rede eines bisherigen »Fans« dieses Vereins, der erklärte, er habe seine Saisonkarte zurückgegeben. Hintergrund ist, dass es in Köln aktuell um die Erhaltung der Gleueler Wiese in vollem Umfang geht, die Teil des Grüngürtels ist: Der bewährte sich viele Jahrzehnte als sinnreiche Anlage zur Durchlüftung der Millionenstadt, sein Konzept wurde selbst schon in chinesischen Großstädten übernommen. In Nachbarschaft des Gürtels befindet sich das bekannte »Geißbockzentrum« des 1. FC Köln. Dieser wollte nun unbedingt auf die Gleueler Wiese baulich expandieren. Nun wissen wir ja etwa vom als Aktiengesellschaft (!) organisierten FC Bayern München, dass Bundesliga-»Vereine« kapitalistische Großunternehmen sind. Vielleicht kommt es aus stumpfer Sympathie für solche, dass wohl vor allem »schwarz-gelbe« Stadtratsfraktionen zugunsten des »Vereins« städtebauliche und ökologische Bestimmungen ignorieren wollen. Denn eine CDU gibt es seltsamerweise auch in der Millionenstadt, obwohl doch die CDU schon seit einiger Zeit zutreffend erkannt hat, dass sie keine Großstadtpartei ist. Nun sind die Gleueler Wiese und der Grüngürtel insgesamt wahrlich wichtiger als irgend so eine Sportfirma. Die großstädtische Umweltbelastung darf nicht einfach noch verschlimmert werden. Und wie ich erfreut sah: Fans können auch abspringen – und die Einnahmen senken.
Bernhard May, Solingen
Veröffentlicht in der jungen Welt am 17.09.2020.

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