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Leserbrief zum Artikel Coronakrise: EU in der Krise vom 02.04.2020:

Zum Leserbrief »Für die Zeit danach«

Danke der Zeitung junge Welt für ihre doch prinzipiell auf das Wesen der Situation gerichtete Berichterstattung. Aber wo lebt Conrad Fink, dessen Onlineleserbrief ein Wolkenkuckucksheim beschreibt. Da ist doch bloß der Wunsch der Vater des Gedankens, dass mit »Friede, Freude, Eierkuchen« auch nur die Spur von friedlichem Miteinander existiert. Arm wird elender und Reich zügellos monsterhaft reicher. Gegebenenfalls Almosen erhält die Masse der Betroffenen, und die Milliardenpakete für die multinationalen Konzerne geben denen noch mehr global rücksichtslose Herrschaftsfreiheiten. Auch mehr denn je zeigt sich im Jubiläumsgeburtstagsmonat von Lenin, dass die Feststellungen und Prognosen »über die Losung der Vereinigten Staaten von Europa« aus dem Jahre 1915 wie Nägel für den Sarg dieses imperialistischen Konstrukts sind. Lenin entdeckte das Gesetz der ungleichmäßigen Entwicklung kapitalistischer Staaten infolge des Konkurrenzkampfes untereinander, die immer Hegemonialbestrebungen gleich dem Amen in der Kirche zur Existenzbedingung des imperialistischen Stadiums machen. Wo Ausbeutung das Grundprinzip darstellt, kann es keine Homogenität geben; das ist ein Markenzeichen der Bourgeoisie. Und deshalb wurde auch die schöne Losung von »Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit« bereits mit der Revolution von 1789 in Frankreich bedingungslos und permanent verraten. Wer anders denkt, hat Illusionen, jagt Utopien nach und ist im Grunde auch reaktionär.
E. Rasmus
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