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Leserbrief zum Artikel Kommentar: Nur Neid und Hass vom 19.11.2019:

Macht und Einfluss

Die Eskalation der so genannten Proteste in Hongkong kommt nicht von ungefähr, wenn man die Entwicklung ähnlicher Proteste in den vergangenen Jahren in anderen Ländern betrachtet. Deklariert als »Farbenrevolutionen« u. a. in der Ukraine, in Georgien, Kirgistan, Myanmar – jetzt »Regenschirmrevolution«, die in Hongkong bereits 2014 ihren Anfang nahm. Unter dem Motto »für Demokratie, für Einhaltung der Menschenrechte, für Meinungsfreiheit« sind ihre Initiatoren vorwiegend Studenten, die ihre Studienzeit zum Großteil im westlichen Ausland verbrachten. Beispielhaft kann man hier auch den selbsternannten Präsidenten Guaidó in Venezuela anführen, der in den USA studierte und sich nach seiner Rückkehr an die Spitze der »Protestbewegung« stellte. Recherchiert man zur Problematik weiter, so ziehen bei all diesen »Revolutionen« die USA mit ihren Geheimdiensten und Nichtregierungsorganisationen die Fäden. Führende Vertreter der US-Regierung treffen sich immer wieder mit Anführern der Proteste, so auch jetzt in Hongkong. Mit Dollars und diplomatischen Aktivitäten werden sie tatkräftig unterstützt, und Forderungen der »Protestler« nach offener Unterstützung durch die USA treten mehr und mehr in den Vordergrund. Stellt sich die Frage nach dem »Warum«. Die USA sehen ihre Vormachtstellung im pazifischen Raum durch China gefährdet. Deshalb bauen sie ihr Militärpotential in den an China grenzenden Ländern und Meeren weiter aus, auch unter Beteiligung deutscher Rüstungskonzerne. Begründet wird dies wie bei allen ähnlichen Aktionen der USA mit dem »Kampf gegen den Terror«. Ob in Europa oder an den Grenzen zu Russland, es geht um Macht und die Erhaltung des imperialistischen Machtsystems und von Einflusssphären. Die rücksichtslose Zerstörung intakter Staaten spielt für sie dabei keine Rolle.
Dietmar Hänel, Flöha
Veröffentlicht in der jungen Welt am 20.11.2019.
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