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Leserbrief zum Artikel Reichstagsbrand: Einzeltäter im Dutzend vom 27.07.2019:

Frisch vom Frisör

Die Tathergangsvariante, van der Lubbe sei erst nach erfolgter Brandlegung in den Reichstag verbracht worden, stand schon lange im Raum und kann nunmehr als belegt gelten. Er hätte sich im nächtlich dunklen Gebäude angesichts seiner schweren Sehbehinderung bei nur fackelartiger Beleuchtung auch gar nicht orientieren können. Einerseits soll er hierzu seine Jacke entflammt haben, andererseits zeigen ihn die angeblich in der Tatnacht aufgenommenen Polizeifotos mit der Jacke. Insgesamt sieht er da aus »wie frisch vom Frisör«, obwohl er nach entbehrungsreicher Wanderung von Leiden nach Berlin rund zwei Wochen – ohne Reisegepäck und Rasierapparat – im Nachtasyl verbracht haben soll. Es ist also denkbar, dass er sich bereits längere Zeit vor der Tatnacht im SA-Gewahrsam befand und die Fotos vor dem Brand gefertigt worden waren.
Hartmut Böhm, Osnabrück
Veröffentlicht in der jungen Welt am 30.07.2019.
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    Zur  Aufklärung der historischen Wahrheit gehören u. a. die von Martin Lennings geschriebenen Briefe an seinen Bruder (Abschriften, Bundesarchiv). Diesen zufolge habe es einige Tage vor dem Reichstags...
    Klaus Brinkop
  • Erkenntnisse decken sich

    Bereits in unserer Ende 2000 erschienenen Dokumentation »Der Reichstagsbrand. Wie Geschichte gemacht wird« (Edition Q, Berlin 2001, »Der Zeuge des Rechtsanwalts Arthur Brandt«, S. 588–591, siehe Anhan...
    Dr. Alexander Bahar, Historiker und Publizist, Ellhofen/Heilbronn

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