Gegründet 1947 Mittwoch, 13. November 2019, Nr. 264
Die junge Welt wird von 2220 GenossInnen herausgegeben

Leserbriefe

Liebe Leserin, lieber Leser!

Bitte beachten Sie, dass Leserbriefe keine redaktionelle Meinungsäußerung darstellen. Die Redaktion behält sich vor, Leserbriefe zur Veröffentlichung auszuwählen und zu kürzen. Leserbriefe sollten eine Länge von 2.500 Zeichen (etwa 390 Wörter) nicht überschreiten. Kürzere Briefe haben größere Chancen, veröffentlicht zu werden. Bitte achten Sie auch darauf, dass sich Leserbriefe mit konkreten Inhalten der Zeitung auseinandersetzen sollten. Ein Hinweis auf den Anlass Ihres Briefes sollte am Anfang vermerkt sein (Schlagzeile und Erscheinungsdatum des betreffenden Artikels bzw. Interviews). Online finden Sie unter jedem Artikel einen Link »Leserbrief schreiben«.

Einsendungen bitte an: leserbriefe@jungewelt.de

Nur Leserbriefe, die an diese Mailadresse geschickt werden, werden von uns berücksichtigt!

Per Post: junge Welt, Torstr. 6, 10119 Berlin, Kennwort: Leserbriefe

 

Leserbrief zum Artikel 30 Jahre »Wende«: Das vergessene Gespräch vom 11.07.2019:

An den Früchten erkennen

Mir scheint, dass Egon Krenz Gorbatschow gegenüber reichlich naiv und vertrauensselig war und bis heute ist. Dabei hat der Historiker Kurt Gossweiler in seinem Text »Die vielen Schalen der Zwiebel Gorbatschow« (übrigens wie viele andere auf seiner Homepage abrufbar) sehr gut herausgearbeitet, wie Gorbatschow zu Anfang zwar noch links blinkte, jedoch zielstrebig rechts abbog. Allein schon sein Reden von der Vergangenheit, als habe es bis zur »Perestroika« keinen lichten Tag in der Sowjetunion gegeben, seine Streben nach Partner- und Freundschaft mit dem Imperialismus sowie die versteckten, aber durchaus vernehmbaren Anspielungen auf einen Systemwechsel hätten doch durchaus stutzig machen müssen. Wie heißt es so schön: An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen ...
Ralph Petroff
Weitere Leserbriefe zu diesem Artikel:
  • Verratene UdSSR

    Vor ein paar Monaten wurde jemand zur Wiedervereinigung Deutschlands und der Rolle Gorbatschows interviewt in der jW. Der Interviewte hatte eine recht zuversichtliche und freundliche Meinung von Gorba...
    Cornelia Praetorius, Berlin
  • Heiligste Kühe

    Die Werbung für das Buch von Egon Krenz »Wir und die Russen. Die Beziehung zwischen Berlin und Moskau im Herbst ’89« ist bei mir auf fruchtbaren Boden gefallen. Als entscheidenden Mangel des Buches ...
    Dr. Klaus Emmerich
  • Der Begriff Wende ist völlig falsch

    Als dieses Gespräch stattfand, war das Kind DDR längst in den Brunnen gefallen. Krenz und Gorbatschow haben von daher ganz bestimmt nicht darüber gesprochen, wie die DDR hätte verbessert oder gar gere...
    Emil Schaarschmidt
  • Führende Rolle

    Recht hat Krenz, wenn er die DDR-Verfassung zur Erklärung der führenden Rolle der Partei heranzieht. Aber erst im Gesetz über die örtlichen Volksvertretungen in der DDR vom 4. Juli 1985 (GBl. I Nr. 18...
    Dr. Klaus Emmerich