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Leserbrief zum Artikel Bei den Genossen vom 10.09.2018:

Honeckers gehören auf Gedenkstätte

Beide kommen aus kommunistischen Arbeiterfamilien, Erich Honecker war während der Nazidiktatur zehn Jahre inhaftiert im Zuchthaus Brandenburg. Als Generalsekretär der SED leistete Erich mit seinen Genoss(inn)en viel für Antifaschismus und internationale Solidarität. Denken wir nur an die Nelkenrevolution in Portugal und an Álvaro Cunhal, an Milch für Kubas Kinder, Solidarität mit Palästina, dem Volk Chiles, Nicaraguas, Medikamente und medizinische Geräte für das zerbombte Vietnam. Sein großer Beitrag für Frieden und Völkerverständigung wurde 1985 mit dem Olympischen Orden in Gold gewürdigt, als Erich Honecker versprach, sich dafür einzusetzen, dass 1988 in Südkorea boykottfreie und friedliche Sportwettbewerbe stattfinden. Das wurde hochgeschätzt genauso wie die Arbeit der DDR in den UN-Gremien. Als in Bremen das erste Mal die Pisa-Studie durchgeführt wurde, war schon interessant, wie gerade Jungen und Mädchen abschnitten, die aus DDR-sozialisierten Familien kamen. In der DDR spielte die Volksbildung eine herausragende Rolle, was nicht nur in Finnland, sondern in vielen Ländern anerkannt wurde. Für ihre Leistungen im Bereich Volksbildung wurde Margot Honecker in Nicaragua geehrt. Margot und Erich Honecker gehören beide auf die Gedenkstätte der Sozialisten in Friedrichsfelde, weil sie wichtige Zeitzeugen der deutschen Geschichte sind. Sie hatten entscheidenden Anteil an der Friedenspolitik der DDR bis 1989, die atomwaffenfreie Zonen in Europa forderte und nie einen Krieg gegen ein anderes Land führte.
Gerd-Rolf Rosenberger
Veröffentlicht in der jungen Welt am 12.09.2018.