Schwarzer Kanal
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Leserbrief zum Artikel Straßenradsport: Friedensfahrt lebt vom 14.05.2018:

Völkerverbindende Geschichte

Täve Schur weilte zwischen seinen Aufenthalten in Terezin bei Prag und in der zweitgrößten tschechischen Stadt Brno innerhalb einer Woche auch noch für einen Tag in Dermbach (Wartburgkreis). Auf Einladung der Kameradschaft »Florian Geyer« war er in der ersten Maidekade in die Thüringische Rhön gekommen, um zum 70. Jubiläum der Internationalen Friedensfahrt dieses riesige Radsportereignis aus seiner Zeit zu würdigen. Hunderte begrüßten Täve außerordentlich herzlich, als er auf dem Rennrad in die Rhönlandhalle der Agrargenossenschaft kam und eine Ehrenrunde drehte. Danach hatte der Friedensfahrtsieger und Weltmeister von damals sehr aufmerksame Zuhörer, als er zahlreiche Episoden aus der völkerverbindenden Geschichte dieses großen Etappenrennens schilderte. Und Täve bekannte sich gegenüber allen Teilnehmern des Treffens zu ihrem gemeinsamen Beitrag in den vergangenen Jahrzehnten, den sie alle für den Frieden geleistet haben. Der Wunsch nach Frieden, damals wie heute, durchzog Täves Rede und wurde von den ehemaligen Grenzern der DDR und ihren vielen Gästen mit viel Applaus bedacht. Henno Leder, einer der frühen Bezirksmeister im Straßenradsport des Bezirkes Suhl, war mit seinem Rennrad über 40 Kilometer gefahren, um mit den vielen Anderen Täve Schur zu begrüßen und zu erleben. Und alle vereinte der Gedanke: Die Friedensfahrt bleibt unvergessen, für den Frieden werden wir weiter eintreten!
Rainer Döhrer
Veröffentlicht in der jungen Welt am 15.05.2018.