Sommer des Widerstands

Sommer des Widerstands

Die Tageszeitung junge Welt stellt die sozialen Kämpfe im Inland und weltweit in Meldungen und Analysen dar. Testen Sie drei Monate lang die Berichterstattung mit einem »Sommerabo« zu 62 Euro. Als Prämie erhalten Sie ein Buch, in dem Formen widerständigen Handelns aus Geschichte und Gegenwart geschildert werden. Das Abo eignet sich auch als Geschenk. Es endet automatisch und muss nicht abbestellt werden.

Berichte
  • Macht des Scheins

    Die neue Ausgabe der Melodie & Rhythmus und eine Delegation ­kubanischer Journalisten befassen sich mit »Freiheit und Democracy«

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    Wahre Freiheit ist nicht zu haben, deshalb muss der Begriff davon mit dem schlechten Bestehenden kompatibel gemacht werden. Werbestrategen bedienen sich der Ikonographie sozialer Kämpfe, die mit der Ästhetik des Widerstandes aufgeladen sind, schreibt Chefredakteurin Susann Witt-Stahl in ihrem Editorial des neuen Heftes der Kulturzeitschrift Melodie & Rhythmus. Seit gestern gibt es das Heft am Kiosk, und seit gestern wirbt der Opel-Konzern mit großen Plakaten in der Nähe des Redaktionssitzes dieser Zeitung ganz klassenkämpferisch für seine Autos: »Warum sollte das, was für viele wichtig ist, nur für wenige erreichbar sein?« Fest steht: Die 116 Seiten der neuen Melodie & Rhythmus sind für jeden am nächsten gutsortierten Kiosk für 6,90 Euro erhältlich.

    Um auch Kubanern »Freiheit und Demokratie« vorzuführen, wurde eine Delegation von kubanischen Journalistinnen und Journalisten von der Taz nach Berlin eingeladen. Finanziert wird die Aktion von der Bundesregierung. Mag ja sein, dass die Taz wie viele andere Zeitungshäuser ökonomisch auf neue Finanzierungskonzepte angewiesen ist und neben Immobilienbewirtschaftung und Kaffeehandel auch mit solchen Schulungsprogrammen zu Geld kommen muss. Die Programmgestaltung zeigt jedenfalls, dass es sich hier keinesfalls um eine Geste der Völkerfreundschaft handelt: Unter anderem ist ein Besuch der »Archivos de la Stasi« vorgesehen. Und bei den »Reportern ohne Grenzen«. Die haben gerade eine »Rangliste der Pressefreiheit« veröffentlicht, in der Kuba als »Feind der Pressefreiheit« geführt und deutlich schlechter bewertet wird als etwa die Türkei oder Mexiko, wo regelmäßig Journalisten verhaftet und ermordet werden.

    In diesem Rahmen ist der Besuch der Delegation auch bei der Tageszeitung junge Welt als Versuch zu werten, den Schein von Freiheit und Demokratie aufrechtzuerhalten. Wir werden aber in diesem Krieg um die Köpfe der Menschen nicht klein beigeben. Das sind wir unseren kubanischen Genossinnen und Genossen schuldig.

    Verlag, Redaktion und Genossenschaft

  • Wessen Welt ist die Welt?

    Unsere Zeitung begleitet den G-20-Gipfel in Hamburg mit einer Sonderredaktion und Reportern vor Ort

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    Das Großereignis vom kommenden Wochenende wirft bereits seine Schatten voraus. Teile Hamburgs sind zum undemokratischen Sektor gemacht worden. Das führende Management der G-20-Staaten soll von Protesten möglichst verschont bleiben. Die linke Szene lernt schon mal den Polizeistaat kennen. Mit allen Mitteln versuchen die Behörden, die Versammlungsfreiheit auf Bonsai-Größe zurückzuschneiden, wie die Auseinandersetzung um das Stadtpark-Camp demonstriert. Den Oberen passt die ganze Richtung nicht. Das ist auch nachvollziehbar, denn die Bewegung gegen den Gipfel in ihrer ganzen Breite zeugt von der wachsenden Ablehnung einer ungerechten Ordnung, dem lauter werdenden Nein zu einer Welt, die vom Geld regiert wird.

    Unsere Leitmedien werden ganz gewiss in aller Breite berichten – ausgewogen und überparteilich, versteht sich. Ein »Kessel Buntes« aus Hofberichterstattung, Polizeisprech, guten Demonstranten und bösen Chaoten erwartet Sie dort. Als Nebenwirkungen können Sehstörungen auftreten. Doch Hilfe ist unterwegs. Mit Reportern an den Brennpunkten des Geschehens und einem Team, das in der Redaktion die Dinge ordnet, sorgen wir ab dem kommenden Donnerstag für klare Sicht auf den Gipfel und vor allem auf Gipfelstürmer. Online wollen wir in unserem Blog, den sie unter www.jungewelt.de/g20 aufrufen können, mit laufenden Aktualisierungen – Meldungen, Fotos und Videos – für Durchblick sorgen. Bereits jetzt ist dort das Wichtigste aus unserer Vorberichterstattung dokumentiert. Aktive Hamburg-Besucher bekommen unter der Nummer 030/53 63 55-77 Anschluss an unser Team. Auch Hinweise per Mail (g20@jungewelt.de) sind willkommen. (jW)

  • Wirksames Mittel

    Die junge Welt bietet ein spezielles Bildungsangebot gegen Dummheit und Gleichgültigkeit

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    Wir leben in einer kranken und egoistischen Gesellschaft, und das bleibt nicht ohne Auswirkungen. Obwohl das Elend auch im eigenen Land immer stärker sichtbar wird, erkennen immer weniger Menschen die Ursachen von Krieg, Hunger und Armut. Nicht nur viele Schulgebäude in einem der reichsten Ländern der Welt sind marode, auch für ein ordentliches Bildungssystem werden nicht ausreichend Mittel zur Verfügung gestellt: Die Qualität von Bildung und damit die Zukunftschancen der Kinder hängen immer stärker von Herkunft und Geldbeutel der Eltern ab. Weil solche und ähnliche Erscheinungen nicht länger zu verheimlichen sind, wird für reichlich Ablenkung gesorgt: Kultur-, Politik- und Medienbetrieb liefern flache Informations- und Unterhaltungsangebote und praktische Feindbilder: Der Terrorist, der Islamist, der Flüchtling bedroht uns und ist verantwortlich für dieses und jenes Übel, heißt es mittlerweile nicht nur an Stammtischen oder in rechten Zirkeln.

    Gut, dass es die junge Welt gibt. Sie liefert nicht nur Hintergründe und Analysen, nennt Fakten und Verantwortliche beim Namen. Sie berichtet auch über Widerstand, der sich hier im Lande und weltweit entwickelt. Um sich aber als linke Zeitung gegen den immer weiter nach rechts driftenden Mainstream behaupten zu können, braucht diese Zeitung viel mehr Leserinnen und Leser! Auch deshalb haben wir uns für die Sommermonate ein spezielles Angebot ausgedacht: Drei Monate lang bekommen Sie oder Ihre Freunde die junge Welt nach Hause in den Briefkasten geliefert – für lediglich 62 Euro. Wer bestellt, kommt in den Genuss von drei Vorteilen: Erstens spart er oder sie mehr als 40 Prozent im Vergleich zum Normaltarif. Zweitens endet das Aktionsabo automatisch, muss also nicht abbestellt werden. Und obendrauf gibt es drittens gratis eine interessante Sommerlektüre, die sich mit dem Thema Widerstand beschäftigt. In dieser Woche schenken wir Ihnen den legendären Roman »Brandstellen« von Franz Josef Degenhardt.

    Nun ist dieses Angebot vor allem für jene gedacht, die sich noch nicht für ein Abo der jungen Welt entscheiden können. Auch dafür gibt es Gründe: Kann ich mit so einer Papierzeitung überhaupt was anfangen? Habe ich genug Zeit, um täglich die Zeitung zu lesen? Und bietet mir die junge Welt die Inhalte, die ich für mich und die Diskussion in Schule, Uni oder Betrieb nutzen kann? Drei Monate sind eine gute Zeit, so etwas zu testen. Gerne darf dieses Angebot aber auch für ein Geschenkabo genutzt werden: Sicher gibt es in Ihrem persönlichen Umfeld Menschen, die diese Zeitung brauchen könnten. Empfehlen Sie doch einfach das Aktionsabo für drei Monate – oder verschenken Sie es an Freunde, Enkel, Kollegen. Die junge Welt ist ein wirksames Mittel gegen Dummheit und Gleichgültigkeit.

    Verlag, Redaktion, Genossenschaft

  • Unser Blog zum G-20-Gipfel in Hamburg

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    Der diesjährige Sommer des Widerstands beginnt in Hamburg. Zigtausende Menschen werden dort zum Ausdruck bringen, dass sie sich nicht den ausbeuterischen Vorstellungen der führenden kapitalistischen Mächte unterordnen werden. Nicht einmal alle Teilnehmer beim G-20-Gipfel werden dies tun. Ganz klar, dass dies auch für die junge Welt eine besondere politische wie journalistische Herausforderung sein wird. Deshalb wird in der jungen Welt eine Sonderredaktion eingerichtet, zudem arbeiten in Hamburg Kolleginnen und Kollegen für unseren junge Welt-G-20-Blog. Neben den gewohnten Berichten und Analysen dürfen Sie sich deshalb über weitere Informationen und Medienformate freuen. So ist für die Live-Berichterstattung auch ein Film- und Fotografenteam unterwegs, darunter Dror Dayan, Susann Witt-Stahl und Oren Ziv vom Activestills Collectiv. Schon jetzt können Sie auf unserem Blog die Vorberichterstattung zum Ereignis lesen. Ab Samstag nächster Woche finden Sie dort auch unabhängig von den normalen Redaktionszeiten unsere Sicht auf die Dinge. Und falls Sie selber vor Ort sind: Notieren Sie sich unsere Hotline, und berichten Sie dann von Ihren Beobachtungen. Unsere Online-Spezial-Redaktion erreichen Sie unter 030/536355-77.

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