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Der Moment macht’s
junge Welt sucht wieder die besonderen Fotos ihrer Leserinnen und Leser
Schnappschüsse sind auch nicht mehr, was sie mal waren. In Zeiten der konventionellen Fotografie musste man noch ewig warten, bis der Film entwickelt ist, um dann häufig festzustellen, dass man sich das Motiv doch ganz anders vorgestellt hat. Manchmal ist es letztlich sogar besser geworden als gedacht. Heutzutage – das Digitalbild macht’s möglich – weiß es der Fotograf sofort und kann unter Umständen nochmals auf den Auslöser drücken. Wie auch immer, der Schnappschuss muss spontan entstehen, ohne große Planung, quasi im Vorbeigehen. Was zählt, ist die Schnelligkeit, nicht die langwierig geplante Kulisse mit Lichtquelle, Objektplazierung und Hintergrundgestaltung. Erstmals möglich war das in der Fotografie Ende des 19. Jahrhunderts, als die Belichtungen kürzer und die Kameras kleiner wurden. In der Streetfotografie kann man trotzdem etwas dafür tun, das Bild besser zu machen: Zum einen mit einem reizvollen Bildausschnitt, einer nicht zu großen Entfernung zum Hauptmotiv. Und: Der Goldene Schnitt, die Perspektive und ein wenig Geduld können auch hier Wunder wirken. Das hier abgebildete Foto stammt von Michael Schölzel aus Berlin, er hat es »Ich war dabei! Selbstbildnis mit Hai« betitelt. (jW)
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Das Verwaltungsgericht Berlin hat im Juli 2024 in der ersten Instanz entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jährlichen Verfassungsschutzberichten erwähnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden. Seit vielen Monaten warten Verlag und Redaktion inzwischen auf eine Entscheidung des Gerichtes, ob eine Revision möglich oder gleich ein Gang vor das oberste Gericht nötig ist.
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