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09.12.2022, 19:50:06 / jW stärken!

Kunst und Kultur gegen Krieg

Die Rosa-Luxemburg-Konferenz am 14. Januar 2023 wird mit Ausstellungen, Musik und der Ankündigung einer Filmpremiere aufwarten
Von RLK-Vorbereitungskollektiv
Nicolás Miquea
Nicolás Miquea auf der XXII. Rosa-Luxemburg-Konferenz 2017 in Berlin

Die 28. Internationale Rosa-Luxemburg-Konferenz wird die wichtigste aller bisherigen sein: Mit ihr soll ein deutliches Signal für die Verhinderung des dritten Weltkrieges gesendet werden! Dafür wollen wir 3.000 Personen in Berlin versammeln – und viele Menschen vor mindestens 20.000 Endgeräten über den Lifestream erreichen. Dafür haben wir ein hochkarätiges politisches Programm mit internationalen Gästen zusammengestellt. Am Kulturprogramm feilen wir noch.

Die Konferenz orientiert auf kommende Höhepunkte, weshalb der 50. Jahrestag des Putsches gegen die Allende-Regierung in Chile eine tragende Rolle spielen wird: Am 11. September 1973 putschte der faschistische General Pinochet blutig gegen die sozialistische Regierung. Es folgten keineswegs Sanktionen – vielmehr wurden bestehende (mit denen die Regierung Allende geschwächt werden sollte) umgehend aufgehoben. CDU-Generalsekretär Bruno Heck fand die Verhältnisse im zu einem KZ umgewandelten Fußballstadion in Chiles Hauptstadt, in dem viele Menschen ermordet wurden, »bei sonnigem Wetter recht angenehm«. Dort wurde auch der chilenische Sänger Víctor Jara gemartert und am 16. September 1973 erschossen. Ihm zu Ehren soll in Berlin ein Gedenkkonzert stattfinden. Zwei der Beteiligten, Pablo Miró und Nicolás Miquea, werden das Projekt auf der Rosa-Luxemburg-Konferenz vorstellen – auch mit Liedern von und über Víctor Jara.

Linke Klassenkämpfer kann man auch anders aus dem Verkehr ziehen. Gegen den ehemaligen Vorsitzenden und Hoffnungsträger der britischen Labour Party Jeremy Corbyn lief 2017 eine beispiellose Schmutzkampagne, die ein Parteiausschlussverfahren zur Folge hatte. Progressive Filmemacher haben es sich zum Ziel gesetzt, diese »größte Lüge in der politischen Geschichte Großbritannien« aufzudecken. Dabei herausgekommen ist der sehr gut gemachte Dokumentarfilm »Oh, Jeremy Corbyn: Die große Lüge«. Geplant ist, die Weltpremiere am Sonntag, den 15. Januar, nachmittags in Berlin durchzuführen und tags zuvor Ausschnitte auf der Rosa-Luxemburg-Konferenz vorzustellen. Genaueres können wir in den nächsten Tagen in der jungen Welt mitteilen. Es lohnt sich also auf jeden Fall, dieses Wochenende in Berlin zu verbringen. Allerdings sollte man sich rasch ein Konferenzband zur Teilnahme sichern: die ersten 1.100 sind verkauft.

Weitere Informationen und Tickets unter jungewelt.de/rlk

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