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Leserbriefe

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Leserbrief zum Artikel Zivilisierter Diskurs vom 28.01.2012:

Zunehmende Instrumentalisierung des Holocaust-Begriffes

Das Broder-Zitat, welches Knut Mellen-
thin am E. seines Beitrages anführt,
zeigt sehr gut, dass die herrschenden
Kreise (inkl. ihren Bückedienern, den
Medien) seit Jahren diese neue Keule
verwenden, um, z.B., unliebsame
Kriegsgegner (gerade beim Thema
Iran!) bequem in die Ecke des Anti-
semitismus zu stellen, sie somit also
mundtot zu machen. Dazu passt auch
ins Bild, dass unsere Mainstream-
medien am 27.Januar inzwischen uni-
sono nur noch vom Holocaust-Gedenk-
tag reden, obwohl dieser Tag urspr.
"Gedenktag f. die Opfer des National-
soz." hieß. Gerade die polit. Opfer der
faschist. Diktatur fallen aber bei der
Holocaust-Bezeichnung völlig unter den Tisch. Ein Schelm, wer Böses dabei
denkt. Dass die Zahl der polit. Opfer die zweitgrößte nach der der jüdischen ist
u. mindestens in die Million geht, lässt
sich nur schwer leugnen, wenn man den berüchtigten Kommissarbefehl der
Nazis mit einbezieht. Letzterer war ein
Freibrief zur Ermordung eines jeden,
in Gefangenschaft geratenen sowjet.
Kommunisten. Und um heute gezielt
von der Tatsache abzulenken, dass
Hitlers Feldzug gegen die SU, 1941, vor allem auch einer gegen die dortigen Kommunisten war, wird in den meisten Geschichtsabhandlungen stets nur davon geschrieben, wie viele sowjet. Soldaten dabei starben, aber
so gut wie nie, wie viele Kommunisten
eigentlich darunter waren!
Thomas Klinger
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