Leserbrief zum Artikel Zivilisierter Diskurs
vom 28.01.2012:
Unbequeme Wahrheiten?
Es ist leider nicht auszuschließen, dass die - um es ganz vorsichtig auszudrücken! - wenig faire Politik Israels gegenüber den Palästinensern den alten Vorurteilen neue Nahrung gibt, falls die Berichterstattung über einen "Neuen Antisemitismus" die Situation richtig einschätzt. Vor allem in der arabischen Welt dürfte man sich darüber nicht wundern!
Leider birgt möglicherweise auch die einseitige Parteinahme der jüdischen Gemeinden und offizieller jüdischer Vertretungsorganisationen die Gefahr in sich , die Ablehnung der israelischen Politik auf die Juden insgesamt zu übertragen und dadurch die alten Vorurteile auf gefährliche Weise zu verstärken.
Darüber hinaus scheint mir die Überlegung nicht abwegig, dass die einseitige Berichterstattung unserer Medien über den Konflikt in Palästina, einen Anreiz schaffen könnte, sich zusätzliche Informationen von den arabischen Sendern zu beschaffen.
Jemand, der gerade noch wegen seiner - meiner Ansicht nach durchaus begründbaren - Kritik an Israel die Antisemitismuskeule zu spüren bekommen hat, könnte überdies leicht auf den Gedanken kommen, dass sich auch dieser Artikel vor allem gegen ihn und die Kritik an Israel richtet.
Diese Phänomene erschweren natürlich auch eine kritische Auseinandersetzung mit dem alten und "neuen" Antisemitismus erheblich.
Falls man wirklich Verbündete sucht, die man wahrscheinlich eher auf der linken als auf der rechten Seite des politischen Spektrums und in seiner Mitte finden wird, dann sollte man erst einmal die Voraussetzungen schaffen, ohne die eine faire, ehrliche, offene und wirksame Auseinandersetzung mit dem Antisemitismus kaum möglich sein dürfte!
Leider birgt möglicherweise auch die einseitige Parteinahme der jüdischen Gemeinden und offizieller jüdischer Vertretungsorganisationen die Gefahr in sich , die Ablehnung der israelischen Politik auf die Juden insgesamt zu übertragen und dadurch die alten Vorurteile auf gefährliche Weise zu verstärken.
Darüber hinaus scheint mir die Überlegung nicht abwegig, dass die einseitige Berichterstattung unserer Medien über den Konflikt in Palästina, einen Anreiz schaffen könnte, sich zusätzliche Informationen von den arabischen Sendern zu beschaffen.
Jemand, der gerade noch wegen seiner - meiner Ansicht nach durchaus begründbaren - Kritik an Israel die Antisemitismuskeule zu spüren bekommen hat, könnte überdies leicht auf den Gedanken kommen, dass sich auch dieser Artikel vor allem gegen ihn und die Kritik an Israel richtet.
Diese Phänomene erschweren natürlich auch eine kritische Auseinandersetzung mit dem alten und "neuen" Antisemitismus erheblich.
Falls man wirklich Verbündete sucht, die man wahrscheinlich eher auf der linken als auf der rechten Seite des politischen Spektrums und in seiner Mitte finden wird, dann sollte man erst einmal die Voraussetzungen schaffen, ohne die eine faire, ehrliche, offene und wirksame Auseinandersetzung mit dem Antisemitismus kaum möglich sein dürfte!