Leserbrief zum Artikel Zwei Fraktionen
vom 25.01.2012:
Klare Argumentation - leider Fehlanzeige!
bombe (die die Saudis genauso
basteln könnten wie die Iraner) hinkt
enorm. Und er hat es ja selbst richtiger-
weise zwei Sätze später mit seiner An-
merkung entkräftet, dass die Saudis
(zunächst noch) gebraucht werden, um
den Einfluss des Iran in der Region
flach zu halten. Auf einem ganz anderen Blatt steht, ob man sie noch
braucht, wenn der US-feindl. Iran be-
seitigt wurde (übrigens, würde dann
auch das Projekt "Nabucco" wieder aus
der Versenkung geholt werden, weil es
zu gut den Machtbereich der Russen
verengt). Dann werden die Karten wie-der neu gemischt und dann könnte sich
auch Israel wieder sehr schnell be-
droht fühlen, jetzt eben vom hochge-
rüsteten, "undemokrat." Saudi-Arabien.
Auch zur vom Autor angeführten Idee
"Wandel durch Annäherung" fehlt eine
klare Argumentation. Diese Idee klingt
gut (hat auch schon funktioniert, siehe
Polen, Ungarn in den 70ern), ist letztl.
aber doch unter heutigen Voraus-
setzungen eine Milchmädchenrechnung.
Der Westen versucht ja schon einige
Jahre den Iran für sich "gefügig" zu
machen. Doch bis jetzt völlig erfolglos.
Oppositionsmäßig, also von Innen her
lässt sich das Regime auch nicht auf-
weichen. Fazit, die Hardliner werden
einer Infiltrationspolitik klar wider-
sprechen, zumal sie eh' davon über-
zeugt sind, militärisch viel schneller ans
Ziel zu gelangen!