Leserbrief zum Artikel Neoliberale Kur verlangt
vom 14.11.2009:
die Weisheiten d. Kapital u. seiner W.-Weisen
Ob nun weise Wirtschaftsweise oder sonstige sogenannte Gutachter, stets sind deren Rezepte gleich. Mal sollen Haushaltskürzungen, also weiterer Sozialabbau vorgenommen werden, mal sind Schulden aufzunehmen, dann wieder steht eine Mehrwertsteuererhöhung nebst Senkung der Kapitalsteuern an, stets die gleiche alte Leier. Soll es voll im Sinne Friedmans sein, oder darf noch etwas Keynes mit aufgenommen werden, so in etwa die Frage,- u. Aufgabenstellung. All das mit der ausschließlichen Absicht, die fallende Profitrate aufzufangen und sie möglichst größtmöglich zu steigern. Dann wird uns eingeredet, dass die Properität der Wirtschaft, also die Profitsteigerung des Kapitals, wirklich Allen anschließend und überhaupt zugute kommt. Tatsächlich passiert dann aber Folgendes: Je mehr die Profite steigen, desto bessere Rationalisierungsmöglichkeiten ergeben sich. Da der heimische Markt nicht über genügend Kaufkraft verfügt, steht dann vermehrt der Kapitalexport an, also Verlagerung der Produktion ins Ausland. Sonstige Kapitalbeteiligungen, Kapitalerwerbungen etc. dort, komplettieren dann das Ganze. Da auch das nicht alles an Kapital An/Verwendungen abdeckt, steht verstärkt ein Hinfluß zu Finanzspekulationen und sonstigem Schwindelkapital an. Weil selbst das noch nicht ausreicht, um das unbeschäftigte Kapital unterzubringen, erhöht sich der Druck auf die Rüstung, die stetig auch deshalb steigt, sowie das große Verlangen nach Kriegen, wo das Geld recht gut angelegt werden kann.