Zum Inhalt der Seite

Lateinamerika gegen das Kapital

Brüssel. Ecuadors Präsident Rafael Correa hat seine Rede zum Auftakt des zweitägigen EU-Lateinamerika-Gipfels in Brüssel am Mittwoch für scharfe Kritik an der internationalen Wirtschaftsordnung genutzt. Im Namen der Lateinamerikanischen und Karibischen Staatengemeinschaft (CELAC), deren Vorsitz Ecuador derzeit innehat, kritisierte er, dass die geltenden bilateralen Investitionsschutzabkommen die Souveräniät der Länder des Südens verletzen und einseitig den Interessen des Großkapitals dienten. Im Kampf gegen die Armut werde die CELAC stärker die transnationalen Konzerne zur Kasse bitten. Correa forderte die Rückgabe des von Washington okkupierten Gebiets um Guantánamo an Kuba sowie die Aufhebung des von Präsident Barack Obama im März unterzeichneten Dekrets gegen Venezuela.

Parallel zum offiziellen Programm wurde am Mittwoch in Brüssel auch der »Gipfel der Völker« eröffnet. An ihm nehmen Hunderte Vertreter sozialer Bewegungen aus Lateinamerika und Europa teil. (jW)

www.jungewelt.de

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 11.06.2015, Seite 1, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!