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18.06.2014
- → Antifaschismus
Plädoyer für rechte Schläger
Halle/Saale. Im Prozeß um einen Überfall vor einem Jugendclub im sachsen-anhaltinischen Sangerhausen 2011 sieht die Staatsanwaltschaft einen Angriff von Neonazis auf Punks als nicht erwiesen an. Jeder habe sich mit jedem geschlagen und sich gegenseitig provoziert, zudem seien die Zeugenaussagen teils widersprüchlich gewesen, sagte Staatsanwalt Albrecht Wetzig am Montag vor dem Landgericht Halle. Mangels Beweisen forderte er Freispruch für vier der fünf Angeklagten. Keinen Zweifel habe er an der extrem rechten Gesinnung der Männer. Ein 32 Jahre alter Angeklagter solle wegen fahrlässiger Körperverletzung zu sieben Monaten Haft verurteilt werden.
Die fünf Neonazis im Alter von heute 22 bis 33 Jahren waren wegen gefährlicher Körperverletzung angeklagt. Sie sollen vor dem Jugendclub, wo ein Konzert stattfand, mehrere Punks mit Eisenstangen überfallen und verprügelt haben, hieß es in der Anklage. Die Nebenklage zeigte sich vom Plädoyer der Staatsanwaltschaft schockiert. Das Urteil soll am 25. Juni gesprochen werden.
(dpa/jW)
Die fünf Neonazis im Alter von heute 22 bis 33 Jahren waren wegen gefährlicher Körperverletzung angeklagt. Sie sollen vor dem Jugendclub, wo ein Konzert stattfand, mehrere Punks mit Eisenstangen überfallen und verprügelt haben, hieß es in der Anklage. Die Nebenklage zeigte sich vom Plädoyer der Staatsanwaltschaft schockiert. Das Urteil soll am 25. Juni gesprochen werden.
(dpa/jW)
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