-
11.12.2013
- → Schwerpunkt
Aus dem US-Knast: Gedenken an Mandela
Seit mehr als 15 Jahren sitzen noch vier Kubaner in US-Gefängnissen ein, weil sie in antikommunistische Terrororganisationen in Miami eingedrungen waren, um Anschläge gegen ihre Heimat zu verhindern. Nach dem Tod von Nelson Mandela wandten sich zwei von ihnen im Namen aller »Cuban Five« – René González konnte im April nach Kuba zurückkehren – an die Öffentlichkeit. Gerardo Hernández, der selbst in Angola gegen das südafrikanische Rassistenregime gekämpft hat, erklärte in einem Telefongespräch mit Angehörigen am 6. Dezember: »Diejenigen, die unbegrenzte Ressourcen dafür einsetzten, die Geschichte Nelson Mandelas auszulöschen und neu zu schreiben, diejenigen, die ihn auf ihrer Liste der ›gefährlichen Terroristen‹ führten, leiden heute unter kollektiver Amnesie. Diejenigen, die sich in der Stadt Miami weigerten, ihm die Ehre zu erweisen, weil er Fidel umarmt und Kuba für die Hilfe in Afrika gedankt hatte, müssen heute in beschämtem Schweigen verharren. Wir Cuban Five werden weiterhin unsere unfaire Inhaftierung ertragen, bis zum Ende, inspiriert von seinem Beispiel der standhaften Loyalität und Stärke. Ewiger Ruhm dem großen Nelson Mandela.«
Ramón Labañino erklärte: »Wir empfinden große Trauer wegen des Todes unseres Bruders, der auch die Leitfigur unseres Lebens war. Er war und wird immer das echte Beispiel für Freiheit, Frieden und Sieg sein. Seine gesellschaftlich angesehene Führergestalt, als Symbol für Gerechtigkeit und Optimismus, wird uns für immer begleiten. Sein Licht wird für immer in der Seele jedes ehrenhaften Menschen brennen. Mandela für immer! Fünf endlose Umarmungen!«
Ramón Labañino erklärte: »Wir empfinden große Trauer wegen des Todes unseres Bruders, der auch die Leitfigur unseres Lebens war. Er war und wird immer das echte Beispiel für Freiheit, Frieden und Sieg sein. Seine gesellschaftlich angesehene Führergestalt, als Symbol für Gerechtigkeit und Optimismus, wird uns für immer begleiten. Sein Licht wird für immer in der Seele jedes ehrenhaften Menschen brennen. Mandela für immer! Fünf endlose Umarmungen!«
Übersetzung: Dirk Brüning
→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Schwerpunkt
