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22.08.2012
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Flüchtlinge fühlen sich auch im Libanon nicht sicher
Angesichts des eskalierenden Bürgerkriegs im Syrien befürchtet der Malteser Hilfsdienst eine dramatische Verschärfung der Flüchtlingssituation im Nachbarland Libanon. »Es wird zwar immer komplizierter über die Grenze zu kommen, aber wegen der zunehmenden Gewalt in der Grenzregion werden die Menschen mit immer schwereren Verletzungen den Libanon erreichen«, sagte die Medienkoordinatorin der Malteser in Beirut, Andrea Krogmann, der Nachrichtenagentur dapd.
Krogmann besuchte am vergangenen Freitag ein von den Maltesern unterstütztes Gesundheitszentrum in Chaldie im Norden des Libanons. Dort werden rund 500 Flüchtlinge versorgt, darunter zahlreiche Frauen und Kinder. »Die Menschen sind schwer traumatisiert und fühlen sich auch im Libanon nicht sicher«, sagte Krogmann. Angesichts der jüngsten Entführungswelle im Libanon fürchteten sie, in die Auseinandersetzungen zwischen verfeindeten Clans hineingezogen und ihrerseits verschleppt zu werden. Auch ein mögliches Übergreifen des syrischen Konflikts auf das Nachbarland bereite vielen Sorgen. Aus ihrem Heimatland berichteten die Flüchtlinge von rechtsfreien Räumen in den von Aufständischen kontrollierten Gebieten. »Unabhängig von ihrer politischen Haltung fürchten die Menschen das Chaos«, sagte Krogmann, die im Norden des Libanons Flüchtlinge zur Lage in Syrien befragt hat. »Die Kriminalität nimmt zu und die Menschen haben Angst.«
Gerade die christliche Minderheit fürchte den Sturz der Regierung von Präsident Baschar Assad. »Nicht, weil sie auf der Seite des Regimes stehen, sondern weil sie nicht glauben, daß es eine Alternative gibt«, sagte Krogmann. »Sie haben Angst, daß eine politische Diktatur von einer religiösen Diktatur abgelöst werden könnte.«
In der syrischen Stadt Aleppo ist die Journalistin Mika Yamamoto, die für die unabhängige Tokioter Nachrichtenagentur Japan Press gearbeitet hat, getötet worden. Drei weitere Journalisten werden vermißt.
(dapd/Reuters/jW)
Krogmann besuchte am vergangenen Freitag ein von den Maltesern unterstütztes Gesundheitszentrum in Chaldie im Norden des Libanons. Dort werden rund 500 Flüchtlinge versorgt, darunter zahlreiche Frauen und Kinder. »Die Menschen sind schwer traumatisiert und fühlen sich auch im Libanon nicht sicher«, sagte Krogmann. Angesichts der jüngsten Entführungswelle im Libanon fürchteten sie, in die Auseinandersetzungen zwischen verfeindeten Clans hineingezogen und ihrerseits verschleppt zu werden. Auch ein mögliches Übergreifen des syrischen Konflikts auf das Nachbarland bereite vielen Sorgen. Aus ihrem Heimatland berichteten die Flüchtlinge von rechtsfreien Räumen in den von Aufständischen kontrollierten Gebieten. »Unabhängig von ihrer politischen Haltung fürchten die Menschen das Chaos«, sagte Krogmann, die im Norden des Libanons Flüchtlinge zur Lage in Syrien befragt hat. »Die Kriminalität nimmt zu und die Menschen haben Angst.«
Gerade die christliche Minderheit fürchte den Sturz der Regierung von Präsident Baschar Assad. »Nicht, weil sie auf der Seite des Regimes stehen, sondern weil sie nicht glauben, daß es eine Alternative gibt«, sagte Krogmann. »Sie haben Angst, daß eine politische Diktatur von einer religiösen Diktatur abgelöst werden könnte.«
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In der syrischen Stadt Aleppo ist die Journalistin Mika Yamamoto, die für die unabhängige Tokioter Nachrichtenagentur Japan Press gearbeitet hat, getötet worden. Drei weitere Journalisten werden vermißt.
(dapd/Reuters/jW)
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