Zum Inhalt der Seite

Proteste bei Tempelhof-Feier

Berlin. Mehr als 800 Menschen haben am Sonnabend anläßlich der Öffnung des ehemaligen Flughafens Berlin-Tempelhof als Freizeitgelände für eine unbeschränkte Freigabe des Areals und gegen steigende Mieten in den Innenstadtbezirken demonstriert. Unter dem Motto »Tempelhof für alle – Der Zaun muß weg!« zogen die Teilnehmer vom Herrmannplatz zum ehemaligen Flughafen. Während auf dem Gelände ein Volksfest stattfand, wurde den Protestierenden der Zugang von der Polizei verwehrt. Die Kritik richtet sich vor allem gegen den Plan, das Gelände einzuzäunen und nachts zu schließen. Außerdem wird befürchtet, daß die Flächen überwiegend profitorientiert verwertet werden sollen und somit eine neue Runde in der Verdrängung ärmerer Bewohner der angrenzenden Stadtteile eingeläutet wird. Oliver Bergmann vom Bündnis »Steigende Mieten stoppen« erklärte: »Wir wollen keine weiteren Prestigeprojekte des Senats. Was wir brauchen, sind Wohnungen, deren Miete sich nicht am Profit orientiert und einen kommunalen Wohnungsbestand, der anders als momentan kontinuierlich bezahlbaren Wohnraum garantiert.« (jW)
→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 10.05.2010, Seite 5, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!