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Weise: Befristung wirkt verheerend

Osnabrück. Der Chef der Bundesagentur für Arbeit (BA), Frank-Jürgen Weise, hat vor der Ausweitung befristeter Jobs gewarnt. Wenn dies zum Standard werde, sei das »für die Entwicklung unserer Gesellschaft verheerend«, sagte Weise der Neuen Osnabrücker Zeitung (Samstagausgabe). Nach Angaben des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) ist bei Neueinstellungen inzwischen fast jeder zweite Job befristet. Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) plant zudem eine erleichterte Befristung von Arbeitsverträgen. Der nordrhein-westfälische Arbeitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) verteidigte diese Pläne. Viele Studenten hätten Ferien­jobs in Form befristeter Arbeitsverhältnisse gemacht, die verhinderten, daß sie nach dem Studium von derselben Firma – ebenfalls befristet – eingestellt würden, sagte Laumann den Dortmunder Ruhr-Nachrichten vom Samstag. Das wolle die CDU ändern, um jungen Leuten den Berufseinstieg zu erleichtern. Die meisten Verträge würden später in unbefristete umgewandelt.

Arbeitsministerin von der Leyen forderte derweil Unternehmer und Gewerkschaften auf, den Mißbrauch bei der Leiharbeit rasch zu unterbinden. Andernfalls werde sie gesetzliche Regelungen schaffen, sagte sie dem Spiegel. Damit will sie verhindern, daß Firmen ihre Stammbelegschaften entlassen und danach als Leiharbeiter wieder einsetzen oder daß Leiharbeiter für dieselbe Arbeit dauerhaft schlechter entlohnt werden als Festangestellte.
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(AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 22.03.2010, Seite 4, Inland

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