15.12.2009
Populismus auf Pump
Die ungarische Wirtschaft befindet sich auf Talfahrt. Rechtskonservative Parteien wittern Morgenluft und kündigen im Wahlkampf soziale Wohltaten an
Von Tomasz Konicz
Mit einer »Verjüngungskur« versuchen Ungarns
Sozialdemokraten das sich abzeichnende Wahldebakel abzuwenden. Doch
die Ende November erfolgte Ernennung ihres 35jährigen
Fraktionschefs Attila Mesterházy zum Spitzenkandidaten
für die Parlamentswahlen im April 2010 brachte für die
regierenden ungarischen Sozialisten (MSZP) bislang keine Wende. Die
eindeutig neoliberal ausgerichtete Regierungspartei konnte ihre
Umfragewerte im Dezember gerade mal von zwölf auf 14 Prozent
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