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Bahn behindert Zug der Erinnerung

Bremen. Das Bremer DB-Management (DB Netz AG Region Elbe-Weser-Heide) verweigert dem »Zug der Erinnerung« in Walsrode (Landkreis Soltau-Fallingbostel) die Bahnhofseinfahrt. Das teilte der Verein »Zug der Erinnerung« am Mittwoch in einer Erklärung mit. Die fahrende Ausstellung erinnert an die Deportation von über 1 Million Kindern und Jugendlichen über das Schienenetz der Reichsbahn während des Faschismus. Das Bremer DB-Management schütze betriebliche Mängel der Gleisanlagen vor. Auch auf einer zweiten Station der Heidebahn versuche die Bahn, das Gedenken an die Deportationsopfer zu behindern, heißt es in der Erklärung. Weil zumutbare Alternativen nicht zur Verfügung gestellt würden, helfe jetzt ein privates Bahnunternehmen. Die Verden-Walsroder-Eisenbahn (VWE) habe in letzter Minute einen Gleisstützpunkt angeboten, der im Pendelverkehr erreicht werden könne (Bahnhof Vorwalsrode).

»Über die Bahnstrecken der Heidebahn wurden Hunderttausende deportiert. Dazu gehörten 1 269 Kinder aus den Niederlanden, die im Juni 1943 in den Tod fahren mußten – über die Heidebahn nach Auschwitz«, informierten die Ausstellungsmacher. Es sei beschämend, daß die Bremer DB-Verantwortlichen die Rufschädigung ihres Unternehmens, das dem Erinnerungszug bereits mehrfach die Unterstützung versagte, fortsetzten. (jW)

www.zug-dererinnerung.eu

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Erschienen in der Ausgabe vom 05.11.2009, Seite 5, Inland

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