20.02.2009
Geständnis in der Asse
Grubenfahrt offenbart die großen Probleme im Atommüllager. Neuer Betreiber: »Man hätte hier keine radioaktiven Abfälle einlagern dürfen«
Von Reimar Paul
Mit zehn Metern pro Sekunde rauscht der Förderkorb in die
Tiefe. Irgendwo schrillt eine Glocke, das wacklige Gefährt
bremst ab, dann öffnet sich die schwere Gittertür, und
die Besucher stolpern in eine unterirdische Halle. Wuchtige
Wände aus Salzgestein schimmern im Neonlicht. Hinter einem
Glasfenster steht die Skulptur der Heiligen Barbara, Schutzpatronin
der Bergleute.
Seit das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) die Regie in dem
maroden Atommüllager übernommen ha...
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