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22.07.2008

Schily wollte nichts hören

US-Journalistin erhebt Vorwürfe im »Fall al-Masri«: Ehemaliger Bundesinnenminister soll US-Botschafter vorgeschlagen haben, Entführungsopfer Schweigegeld zu zahlen

Von Jörn Boewe
Am 31. Mai 2004, drei Tage nachdem die CIA den im Dezember 2003 in Mazedonien entführten deutschen Staatsbürger Khaled al-Masri in einem albanischen Wald aussetzten, soll der damalige US-Botschafter in Berlin, Dan Coats, den seinerzeitigen Bundesinnenminister Otto Schily über den Fall informiert haben. Der Sozialdemokrat, so die offizielle Version bis heute, sei der erste Vertreter der »rot-grünen« Bundesregierung gewesen, der von der Entführung erfuhr. Wenn es stim...

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