Zum Inhalt der Seite

Knobloch fordert NPD-Verbot

Duisburg. Die Präsidentin des Zentralrates der Juden in Deutschland, Charlotte Knob-loch, hat sich erneut für ein Verbot der NPD stark gemacht. Die Bundesregierung müsse dem »schlecht kaschierten Antisemitismus« dieser Partei ein Ende bereiten, sagte Knobloch am Montag auf dem Neujahrsempfang der jüdischen Gemeinde Duisburg. Bei dem Verfahren gegen die NPD brauche es keine verdeckten Ermittler, um nachzuweisen, daß die Partei verfassungswidrig sei.
Außerdem kritisierte die Präsidentin des Zentralrates auch die jüngsten Äußerungen zur »entarteten Kunst«, mit denen der Kölner Erzbischof Joachim Meisner am Freitag für Aufsehen gesorgt hatte. Sie erwarte von einem Kirchenmann wie Meisner »mehr Sensibilität und Bedacht in der Wortwahl«. Wenn solche Begriffe selbstverständlich würden, brauche man sich nicht zu wundern, wenn der »braune Ungeist weiter salonfähig« werde, betonte Knobloch. (ddp/jW)
→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 19.09.2007, Seite 15, Antifaschismus

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!