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Kardinal Lehmann gegen Begnadigung von Klar

Bundespräsident will sich laut Bild viel Zeit für Entscheidung über Gnadengesuch des RAF-Inhaftierten lassen

In die Debatte um die Begnadigung des seit 24 Jahren inhaftierten früheren RAF-Mitglieds Christian Klar hat sich jetzt auch die Kirche eingemischt. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Karl Lehmann, forderte am Donnerstag im Südwestrundfunk »Reue« als Voraussetzung für eine Haftentlassung. Klar müsse glaubhaft machen, »daß er umkehrt«, so Lehmann.

Die Entscheidung von Bundespräsident Horst Köhler über das Gnadengesuch von Klar wird sich sich laut einem Bericht der Bild-Zeitung vom Donnerstag noch einige Zeit hinziehen. In einem Schreiben an das Opfer einer RAF-Entführung habe ein enger Mitarbeiter Köhlers erklärt, daß mit einer Entscheidung aufgrund »der vielen einzubeziehenden Gesichtspunkte erst in geraumer Zeit« zu rechnen sei.

Die innenpolitische Sprecherin der Linksfraktion im Bundestag, Ulla Jelpke, erneuerte dagegen am Donnerstag ihre Forderung nach Freilassung Klars »ohne Wenn und Aber«.

(ddp/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 09.03.2007, Seite 5, Inland

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