11.03.2006
Wenn einer renitent ist ...
Der Fahrkartenkontrolleur, ein widerlicher Zeitgenosse. In Berlin stehen neun Prachtexemplare vor Gericht
Von Mario Freidank
Gibt es Schlimmeres als
Fahrkartenkontrolleure? Nun ja, Atombomben. Aber sonst? Sie sind eine
Pest. Eigentlich immer übel gelaunt, wirken sie wie
freigelassene Rollkommandos aus Computermetzelspielen. Tag für
Tag, sogar nachts, lungern sie auf zugigen Bahnhöfen herum,
drängeln sich in rumpelnde, stickige Bahnen, hetzen durch Gänge.
Ihr Auftrag: jagen, erwischen, anscheißen – und sei das
menschliche Elend, auf das sie treffen, noch so groß. Am
Donnerstag stan...
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