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Italien: Quote im Parlament gescheitert

Ein Viertel der Abgeordneten Frauen - zuviel für die Römer

Rom. In Italien ist die Einführung einer Frauenquote für das Parlament gescheitert. Von 75 anwesenden Abgeordneten stimmten am Dienstag im Senat 41 gegen die Frauenquote. 245 der 320 der Senatoren waren erst gar nicht zur Abstimmung erschienen. Der Gesetzentwurf sah vor, daß auf den Listen für die Parlamentswahl am 9. April mindestens ein Viertel der Kandidaten Frauen sein müssen. Bei den nächsten, für 2011 vorgesehenen Wahlen hätte dann eine Frauenquote von einem Drittel auf den Listen gelten sollen. Italiens Parlament hat derzeit einen der niedrigsten Frauenanteile in Europa: Von den 320 Senatssitzen sind nur 26, von 618 Sitzen im Abgeordnetenhaus nur 71 von Frauen besetzt. Gleichstellungsministerin Stefania Prestigiacomo zeigte sich enttäuscht. »Dieses Jahr feiern wir den 60. Geburtstag des Frauenwahlrechts in Italien. Müssen sie noch einmal 60 Jahre warten, bis sie tatsächlich gewählt werden?«, fragte sie nach der Abstimmung.

(AFP/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 27.01.2006, Seite 15, Ausland

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