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15.03.1999 / Ansichten

Epochaler Betrug an den Serben

Zu den Plänen der Balkan-Kontaktgruppe. Kommentar

Werner Pirker

Der 82 Seiten umfassende Plan der Balkan-Kontaktgruppe über eine »wirkliche Autonomie« für das Kosovo bietet den Albanern alle Voraussetzungen zur staatlichen Separation. Die Republik Serbien aber müßte die wichtigsten Grundsätze ihres nationalstaatlichen Aufbaus preisgeben und damit die eigene Verfassung für ungültig erklären, wollte sie diesen »Friedensplan« akzeptieren. Die darin feierlich bestätigte Unantastbarkeit der territorialen Integrität der BR Jugolawien wird nicht nur durch die geforderte Stationierung von 30 000 Soldaten unter NATO-Kommando ad absurdum geführt, sondern auch dadurch zur Disposition gestellt, daß nach einer Übergangsfrist von drei Jahren über den Statuts der südserbischen Provinz neu verhandelt werden soll.

Des Betruges ist damit noch nicht genug: Was den Verfassern des Planes als »wirkliche Autonomie« vorschwebt, läuft in der Konsequenz jetzt schon auf Lostrennung hinaus. Lediglich in den Bereichen Außen- und...

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