16.12.2006 / Inland / Seite 5

Juristen kritisieren Staatsanwaltschaft

Berlin: Junger Mann in Untersuchungshaft, weil er Neonazis attackiert haben soll. Juristenkritik an Ermittlungen

Lothar Bassermann
Der Berliner »Arbeitskreis kritischer JuristInnen« (AKJ) übt scharfe Kritik an der Inhaftierung eines jungen Mannes aus Berlin, dem vorgeworfen wird, Ende November im Bahnhof Lichtenberg die beiden stadtbekannten Neonazis Stefanie P. und Sebastian Z. attackiert zu haben (jW berichtete am 6.Dezember). In einer am Donnerstag veröffentlichten Erklärung des Arbeitskreises heißt es, obwohl es dafür keine Beweise gebe und die Neonazis den 21jährigen erst »nach mehr als zwei Wochen spontan belasteten«, weil sie ihn auf Polizeifotos wiederentdeckt haben wollen, erließ der zuständige Richter Haftbefehl aufgrund »potentieller Verdunklungsgefahr«. Zudem kritisiert der AKJ, daß die Staatsanwaltsch...

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