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04.03.2006 / Wochenendbeilage / Seite 3

Der Schwarze Kanal: Der Fall Belarus

Werner Pirker
Die am 19. März stattfindenden Präsidentenwahlen in der Republik Belarus werden aller Voraussicht nach keinen Machtwechsel nach sich ziehen. Alexander Lukaschenko wird Präsident bleiben. Sein wichtigster Gegenkandidat, Alexander Milinkiewitsch, hat seine Niederlage jetzt schon so gut wie eingestanden. Ebenso sicher kann davon ausgegangen werden, daß das Oppositionslager danach von Wahlschwindel reden wird. Auch die OSZE-Beobachter werden für keine Überraschung sorgen. Sie werden die Wahlen als »nicht den europäischen Standards entsprechend« beurteilen. Es kann aber auch davon ausgegangen werden, daß die Präsidialmacht in Minsk nichts dem Zufall überlassen wird.

Das westliche Einmischungskomitee ist sich der Begrenztheit seiner Möglichkeiten, den Lauf der Ereignisse zu steuern, bewußt. Die Belarus ist nicht die Ukraine. Hier gibt es keine Oligarchen und keine Obdachlosen. Hier hat das soziale Sicherungssystem seine Autonomie gegenüber der Marktökonomie be...

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