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01.03.2006 / Inland / Seite 5

Abfindung statt Standorterhaltung

Nürnberg: Electrolux setzte sich mit abgespecktem Sozialplan nach Schließung des AEG-Werks durch. AEGler besuchten streikende CNH-Beschäftigte in Berlin

Bernd Moser

Die Stimmung im Streikzelt der AEG in Nürnberg wirkte angespannt, als am gestrigen Dienstag der IG-Metall-Bevollmächtigte Jürgen Wechsler und AEG-Gesamtbetriebsrat Harald Dix die Bühne betraten. Sie wollten den Beschäftigten das Ergebnis der Verhandlungen zwischen IG Metall und dem schwedischen Mutterkonzern Electrolux über die Zukunft des Nürnberger Traditionswerkes verkünden.

Einige Stunden zuvor hatten sich die Verhandlungsführer der Konfliktparteien unter der Vermittlung des früheren bayerischen Wirtschaftsministers Otto Wiesheu (CSU) auf einen Sozialtarifvertrag und die Schließung der Produktionsstätte in Nürnberg geeinigt. Die Beschäftigten sollen demnach 1,8 Monatsgehälter pro Jahr Betriebszugehörigkeit als Abfindung erhalten. Das Verhandlungsergebnis umfaßt zudem die Übernahme in eine Qualifizierungsgesellschaft für maximal zwölf Monate sowie eine Vorruhestandsregelung für ältere Arbeitnehmer ab 53 Jahren. Die Produktion soll in ...

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