16.02.2006 / Ausland / Seite 3

Kinder im Irak gefoltert

Schwere Vorwürfe gegen US-Besatzungstruppen: Jugendliche in Abu Ghraib vor den Augen ihrer Angehörigen gequält. Australischer TV-Sender zeigt neue Schreckensbilder

Rüdiger Göbel

Die Nachrichten über den Irak könnten gegensätzlicher nicht sein. Während der Internationale Strafgerichtshof in Den Haag Kriegsgegnern in aller Welt schreibt, keine Anhaltspunkte für Kriegsverbrechen gefunden zu haben und daher keine Untersuchungen gegen die Besatzungstruppen im Zweistromland einleiten zu wollen (siehe Beitrag »Strafgerichtshof ermittelt nicht«), gibt es neue schockierende Berichte und Fotos über Folter in US-Militärgewahrsam. Nach Aussagen eines US-Soldaten werden im irakischen Gefängnis Abu Ghraib nicht nur Inhaftierte, sondern auch deren Kinder gequält. In einem dramatischen Appell rufen Intellektuelle und Friedensaktivisten darüber hinaus zum Schutz der Akademiker des Irak auf. Seit Einmarsch der US-Truppen vor knapp drei Jahren würden Wissenschaftler »systematisch liquidiert«. Schätzungen zufolge seien bereits mehr als 250 Lehrer und Dozenten politischen Mordanschlägen zum Opfer gefallen, viele hundert weitere seien ...

Artikel-Länge: 3926 Zeichen

Zum Aufrufen dieser Seite ist ein Onlineabo erforderlich

Jetzt die junge Welt abonnieren und Zugriff auf alle Artikel erhalten!

Bitte einloggen

Hilfe und Informationen

Abo abschließen

Welche Vorteile bietet ein Onlineabo?

  • Zugriff auf das Archiv seit 1997, alle Artikel und Recherchewerkzeuge.
  • E-Mail-Abo im Text-, HTML- oder E-Pub-Format.
  • Zugriff auf Seiten im PDF-Format.
  • Verwalten eigener Lesezeichen.

Zur aktuellen Ausgabe