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23.01.2006 / Ausland / Seite 9

Goldesel verhungert

Reverstaatlichung von Wasserwerk in Argentinien: Französischer Versorgungskonzern Suez tritt Rückzug an und fordert saftige Entschädigung

Wolfgang Pomrehn

Die Zeiten ändern sich. In den 90er Jahren noch hatten sich in Argentinien spanische und französische Konzerne alles an öffentlichen Unternehmen unter den Nagel gerissen, was zu haben war. Der staatliche Ölkonzern YPF kam unter den Hammer, die Telefongesellschaft, die Metro in Buenos Aires, die Wasserversorgung und Abwasserentsorgung, die Eisenbahnen, und vieles mehr. Der damalige Präsident Carlos Menem soll sogar versucht haben, die Stadt Bariloche am Rande der Anden, die als Touristenattraktion gilt, zu verscherbeln. Mit der festen Bindung des argentinischen Pesos an den US-Dollar und einer freundlichen Regierung, die Gebührenerhöhungen stets absegnete, glichen die Erwerbungen für die Investoren einer Lizenz zum Gelddrucken. Milliardensummen flossen aus dem hochverschuldeten Land ab, und füllten die Kassen der europäischen Multis. Der argentinischen Exportwirtschaft hingegen schnürte die Dollarbindung, die ihre Ausfuhren verteuerte, mehr und mehr die L...

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