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02.01.2006 / Ansichten / Seite 3

»Die Bilanz von Hartz IV ist vernichtend«

Gegen Monatsende muß mancher Arbeitslose aus Geldmangel hungern. Sozialberater erwartet einen neuen Zündfunken – und von der Linksfraktion mehr Aktivität. Ein Gespräch mit Harald Thomé

Peter Wolter
Harald Thomé ist Gründungsmitglied der Wuppertaler Sozialberatung »Tacheles«.


Das Gesetzespaket »Hartz I – III« war ein Schlag ins Wasser, das hat jetzt sogar eine Expertenkommission der Bundesregierung bestätigt. »Hartz IV« wurde vor genau einem Jahr eingeführt – wie ist die Bilanz aus Ihrer Sicht als Sozialberater?

Vernichtend. Hartz IV ist aus Sicht der Betroffenen ein Programm zur Massenverarmung. Es wurde eingeführt, um flächenwirkend die Löhne zu senken. Und es werden damit massiv demokratische Rechte abgebaut.

Sie beraten tagtäglich Sozialhilfeempfänger und Hartz IV-Opfer. Was hat sich in diesen zwölf Monaten in deren Leben verändert?

Erst vor drei Tagen teilte mir eine Kollegin aus einem Landkreis in Bayern mit, in ihrer Gemeinde sei die Heizkostenpauschale für Empfänger von Sozialhilfe und Arbeitslosengeld II so niedrig angesetzt, daß diese Menschen lieber ihre Heizungen abstellen und frieren. Sie haben Angst davor, daß sie irgendwann mehr...



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