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07.09.2005 / Feuilleton / Seite 12

Neuer Schmodder

Müde Moldau und belanglose Bässe: Am Mischpult macht Matthias Arfmann auf Karajan

Volker Schmidt

Ausgerechnet Karajan. Die Idee, Meilensteine sogenannter E-Musik zeitgemäß, also mit elektronischen Mitteln, zu interpretieren, ist ja nicht dumm. Aber schon bei der Auswahl der zu bearbeitenden Aufnahmen verrät die Deutsche Grammophon, daß von künstlerischem Interesse kaum die Rede sein kann: Der Name des wohl berühmtesten deutschsprachigen Dirigenten (der übrigens gleich zweimal in die NSDAP eingetreten war) soll das Album vor allem verkaufen. Daß dessen Interpretationen vielen heute als bieder-bürgerlich, übertrieben feierlich und längst überholt gelten, spielt offenbar keine Rolle.

Daß die Plattenfirma ökonomische Interessen verfolgt, liegt in der Natur der Sache. Nun könnte man von Matthias Arfmann erwarten, daß er um Karajans Rolle weiß, sie thematisiert, ironisiert, konterkariert. Schließlich ist Arfmann nicht irgendwer, sondern einer der Kastrierten Philosophen. In den 80ern lieferte er mit dieser Band düsteren, Velvets-verwandten Indie-Pop ab....

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