24.02.2005 / Thema / Seite 10

»Eine monumentale Passionsgeschichte«?

60 Jahre nach der Befreiung vom deutschen Faschismus

Werner Röhr

Die Bundesrepublik Deutschland versteht sich seit ihrer Gründung 1949 als Rechtsnachfolger des faschistischen Deutschen Reiches. Sie hat die Prinzipien des Nürnberger Tribunals niemals anerkannt, auch nicht das Potsdamer Abkommen, und schon gar nicht, wie die DDR, zum innerstaatlichen Recht gemacht. Noch 1990 hat sich Bundeskanzler Helmut Kohl geweigert, die Oder-Neiße-Grenze mit Polen als völkerrechtlich verbindlich zu akzeptieren. Alle Bundesregierungen konzentrierten sich vielmehr darauf, das »Unrecht« des Potsdamer Abkommens zu entlarven und die deutschen Ansprüche auf die »geraubten« Ostgebiete zu untermauern.

Diesem Zweck diente die zwischen 1954 und 1961 erschienene Dokumentation »Die Vertreibung der Deutschen aus Ost-Mitteleuropa« (fünf Bände in acht Büchern und drei Beihefte). Mit ihrer Hilfe sollte die Verantwortung Nazideutschlands für den Zweiten Weltkrieg und die Verbrechen an den Völkern Europas relativiert werden.


Zehntausend »Erlebn...





Artikel-Länge: 19120 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen

Bitte einloggen

Abo abschließen

  • Gedruckt

    Printabo

    Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €
  • Online

    Onlineabo

    24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

    18,60 Euro/Monat Soli: 23,60 €, ermäßigt: 11,60 €
  • Verschenken

    Geschenkabo

    Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €

Kurzzeitabo abschließen

Zur aktuellen Ausgabe