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21.10.2004 / Ausland / Seite 3

Vertriebene ohne Wahl

Die Mehrheit der Serben wird am Urnengang im Kosovo am Sonnabend nicht teilnehmen – trotz der Aufforderung durch ihren Präsidenten

Jürgen Elsässer, Belgrad

Kosovo ist der Arsch der Welt, und normalerweise verdiente die Politik in diesem Nitschewo nicht mehr Interesse als ein Häuptlings-Tohuwabohu in Timbuktu oder eine Kommunalwahl in Schwäbisch-Sibirsk. Die trostlose Region in den Schluchten des Balkan ist gerade so groß wie Hessen und hat vielleicht – keiner weiß es genau – zwei Millionen Einwohner. Hauptwirtschaftszweig ist die Organisierte Kriminalität, und gäbe es dort irgendeine Form von Tourismus, müßte der Werbeslogan lauten: »Besuchen Sie das Kosovo – Ihr Auto ist schon da!«

Doch dieser Arsch der Welt ist wichtig geworden, seit dort NATO und Bundeswehr in der Scheiße stecken. Die Besatzungsstreitmacht KFOR mit zuerst 45000 und derzeit knapp 20000 Soldaten, darunter 3300 Landser der Bundeswehr, hat seit Juni 1999 das Kommando in der Provinz, nachdem in einem 78tägigen Bombenkrieg die jugoslawische Armee zum Rückzug gezwungen worden war. Den Auftrag der Truppe hat der UN-Sicherheitsrat in der Resolu...

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