22.09.2004 / Inland / Seite 9

Gegen Taschengeldjobs

DGB Thüringen fordert Mindeststandards von Wohlfahrtsverbänden und Kommunen bei der Einführung von »Hartz-IV«-Jobs und ruft zu Montagsdemos auf

Günter Platzdasch

Thüringens DGB-Vorsitzender Frank Spieth unterstützt weiterhin ausdrücklich die Montagsdemonstrationen gegen »Hartz IV«. Sie seien eine »Bewegungen für soziale Gerechtigkeit«, sagte er am Dienstag gegenüber jW. Der DGB-Landeschef, der selbst bereits auf Montagsdemos gesprochen hatte und von Medien, Politikern und Gewerkschaftern kritisiert worden war, weil er den Arbeitszwang mit dem Reichsarbeitsdienst der Nazis in Verbindung gebracht hatte, verwies auf das in der vergangene Wochen vorgestellte Positionspapier »Existenzsichernder Lohn statt Ein-Euro-Mehraufwandsentschädigungen«. Geschlossen hatte der Landesvorstand darin den Zwang zu »Arbeitsgelegenheiten« (so die amtliche Bezeichnung der Ein-Euro-Jobs) abgelehnt. Gleichzeitig formulierte die DGB-Erklärung Mindeststandards für diese Jobs und verglich deren Kosten und wirtschaftliche Effekte mit bisherigen Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen.

Die Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg hatte bereits vergangene ...

Artikel-Länge: 3561 Zeichen

Zum Aufrufen dieser Seite ist ein Onlineabo erforderlich

Jetzt die junge Welt abonnieren und Zugriff auf alle Artikel erhalten!

Bitte einloggen

Hilfe und Informationen

Abo abschließen

Welche Vorteile bietet ein Onlineabo?

  • Zugriff auf das Archiv seit 1997, alle Artikel und Recherchewerkzeuge.
  • E-Mail-Abo im Text-, HTML- oder E-Pub-Format.
  • Zugriff auf Seiten im PDF-Format.
  • Verwalten eigener Lesezeichen.

Zur aktuellen Ausgabe