24.10.2003 / Ansichten / Seite 2

Uranwaffeneinsatz am Hindukusch: Ganz Afghanistan nuklear verseucht?

jW sprach mit Mohammed Daud Miraki, Direktor des »Afghan DU and Recovery Fund« (www.afghandufund.org)

Rüdiger Göbel

* Mohammed Daud Miraki studierte Politikwissenschaft in Chicago. Nach der US-Invasion Afghanistans widmete er sich dort der Datenerfassung über die Folgen von abgereichertem und nicht-abgereichertem Uran (DU/NDU).

F: Die US-Armee hat im Irak, in Bosnien-Herzegowina, in Jugoslawien sowie in Afghanistan Uranwaffen eingesetzt. Was ist über den Einsatz solcher Waffen am Hindukusch inzwischen bekannt?

Die USA haben bei ihrem Feldzug in Afghanistan abgereichertes Uran (Depleted Uranium – DU) sowie nicht-abgereichertes Uran eingesetzt. Wissenschaftler des in Kanada ansässigen »Uranium Medical Research Centre« (UMRC) haben in Afghanistan Boden-, Wasser- und Urinproben entnommen. Massenspektrometrische Analysen der Urinproben zeigten eine ungewöhnlich hohe Konzentrationen von Uran. Hierbei handelt es sich nicht um Depleted Uranium, wie in den früheren Fällen aus Jugoslawien 1999 und dem Irak-Krieg 1991, sondern um natürliches Uran. Die Konzentrationen in Ur...



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