22.09.2003 / Feuilleton / Seite 12

Sakrale Steueroase

Zur Kritik am Staat-Kirche-Verhältnis in Deutschland

Rudolf Ladwig

* Seit 1867 versammeln sich jeweils im Herbst die deutschen Bischöfe am Grab des Heiligen Bonifatius, des »Apostels der Deutschen«, in Fulda. Im Anschluß an die Bischofskonferenz 1991 veranstaltete der Internationale Bund der Konfessionslosen und Atheisten (IBKA e.V.) den ersten Atheistenkongreß der deutschen Nachkriegsgeschichte. Der Kongreß kritisierte erstmals in größerer Öffentlichkeit die staatliche Finanzierung der Kirchen in Deutschland. Die Forderung nach Trennung von Kirche und Staat bleibt trotz anhaltender Säkularisierung auch zwölf Jahre danach weitgehend unbeachtet. Unser Autor ist 2. Vorsitzender des IBKA.


Ohne das soziale Engagement der Kirchen breche der Sozialstaat in Deutschland zusammen. Wer nicht über die eigene Kirchensteuer dazu beitrage, sei quasi ein Sozialschmarotzer. So wird es von interessierter Seite eifrig kolportiert. Aber stimmt das auch?

Die Kirchensteuereinnahmen in Deutschland betragen 8,4 Milliarden Euro pro Jah...




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