10.07.2003 / Feuilleton / Seite 14

Freie Investoren

Nachspiel einer würdigen Grundsteinlegung in Jena am 17.Juni

Günter Platzdasch

Am 17. Juni drang die Kontroverse, die in Jena um ein Denkmal für die »Verfolgten der kommunistischen Diktatur 1945 bis 1989« geführt wird, bis in Ulrich Wickerts Tagesthemen vor: Da lobte der Thüringer Ministerpräsident bei der Grundsteinlegung das Denkmal als etwas »am richtigen Ort zur richtigen Zeit«, und Volkhardt Knigge, Leiter der KZ-Gedenkstätte Buchenwald. kritisierte es als verfehlt.

Kritik rankt sich um drei Aspekte: Ein Denkmal für Demokratie, das von der Stadtverwaltungsspitze auf Veranlassung eines kalifornischen Millionärs undemokratisch durchgeboxt wird. Ein Denkmal, dessen Widmung fragwürdig ist. Ein Denkmal, das ästhetisch als Stadtverschönerungsaktion eines Hobbykünstlers erscheint.

Von der Idee bis zur Umsetzung geht es nämlich um ein Projekt Karl Heinz Johannsmeiers, bei dem die Jenaer Koalitionsmehrheit aus CDU und SPD nebst FDP-Oberbürgermeister nur als willige Vollstrecker auftreten. Die Denkmalserrichtung bezahlt Johannsmeie...



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