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17.06.2020 / Thema / Seite 12

Vererbter Wahn

Im 19. Jahrhundert entstand ein »wissenschaftlich« begründeter Rassismus, mit dem Sklaverei und Kolonialismus legitimiert werden sollten. Er reichte bis weit ins 20. Jahrhundert hinein

Ursula Trüper

In der Mitte des 19. Jahrhunderts begann sich in Europa eine neue »Wissenschaft« zu entwickeln, die sich ausschließlich damit beschäftigte, »menschliche Rassen« zu klassifizieren und eine Hierarchie unter ihnen festzulegen. Mit ihrer Hilfe konnten gesellschaftlich entstandene Machtverhältnisse und Privilegien von Weißen¹ zu natürlichen und unveränderlichen Gegebenheiten erklärt werden.

Zu jener Zeit war es noch nicht sehr lange her, dass sich alle Welt für die Idee begeistert hatte, alle Menschen sollten die gleichen Rechte haben. »Wir halten die nachfolgenden Wahrheiten für klar an sich und keines Beweises bedürfend, nämlich: dass alle Menschen gleich geboren; dass sie von ihrem Schöpfer mit gewissen unveräußerlichen Rechten begabt sind; dass zu diesem Leben, Freiheit und das Streben nach Glückseligkeit gehöre«. (Aus der Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten vom 4. Juli 1776) Oder gut zehn Jahre später: »Die Menschen werden frei und gleich an ...

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